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  • Paul Sieberer

Schön ist es oben, nicht wahr?


Unlängst bin ich an dieser Gedenktafel vorbeigekommen. Ein paar Minuten hab ich mir davor gegönnt. Folgende Gedanken kamen mir dabei in den Sinn:

Vor 40 Jahren war es mir gegönnt, Herrn Franz Zak in einem Gespräch zu erleben. Ich hab ihm damals erzählt, dass ich vorhabe, Priester zu werden. Ich weiß nicht mehr, was er darauf gesagt hat, aber es war so etwas Ähnliches wie "Aha". Mir war, als hätte er schnell gespürt, dass daraus wohl nichts wird (zumindest ist das in meiner Erinnerung so).

Bischof Zak war die unaufgeregte Konstante in unserer Diözese, bevor alles in Aufruhr kam. Bischof Zak war unmodern und beständig. Er lächelte selten und tat seine Pflicht.

Jetzt ist er doch schon einige Zeit nicht mehr unter uns ... und in meiner katholischen Denke ist er im Himmel. Dort gehört er auch hin. Das hat er sich verdient, wie viele andere Menschen auch. Ich frage mich, ob er wohl die allgemeine Entspanung genießt? Während so mancher Christgläubige sich hier auf Erden noch den Kopf über den Zölibat oder Homosexualität zerbricht, dürfte in der neuen Heimat von Herrn Zak ja doch schon himmlischere Zustände herrschen. Während hier diskutiert wird, in welcher Form Laien die Leitung einer Pfarre übernehmen dürfen - oder nicht, wird "droben" mit gestürzten Engeln Schwesternschaft getrunken.

Franz Zak ist bereits am Lächeln, hat seine berufliche bedingte Gewissenhaftigkeit überwunden. Schön ist das. Herr Bischof, wir kommen alle. See you!

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