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  • Paul Sieberer

Zwanzig Hände aus der Schweiz ...


An der A1 stirbt eine ehemals "blühende", längst geschlossene Raststation vor sich hin. Ich kenne den damaligen Chef. Er faszinierte mich seinerzeit durch den Kinderreichtum seiner Familie.

Gestern fahren Ulli und ich diesen Parkplatz an und ich erzähle ihr von dieser Familie. Vorort kämpft mittlerweile die "Rest-Natur" gegen Beton, Müll und reichlich abgegebenen Urin.

Dann bleibt ein Kleinbus neben uns stehen. Zwei Erwachsene und acht Kinder steigen aus. Ich: "Seid ihr eine Familie?". Papa, mit stolzen, strahlenden Augen: "Ja, das sind wir!". Die Älteste (geschätzte zehn/elf Jahre alt) mit entsprechend sympathischem Akzent: "Wir kommen aus der Schweiz!"

Dann spielen sie, laufen herum, sind ausgelassen und fröhlich. Ich denke nach: "Was hat Kraft? Was lebt? Was ist wichtig? Was ist Glück?"

"Danke, dass sie gefragt haben", meint der Schweizer, als er sieht, dass wir weiterfahren. Zwanzig Hände winken. Vier Hände winken zurück. Was für eine bewegende Begegnung. Gott schütze Euch!

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